Er ist auferstanden! (Mk 16)


Das Fest der Auferstehung
 
Das Fest der Auferstehung
ist immer auch ein Fest der Versöhnung –
der Versöhnung mit jenen Menschen
und Lebensumständen,
die zu meiner Kreuzigung führten,
zu meinem Groll, meiner Bitterkeit,
zur Kreuzigung meiner Hoffnungen und Wünsche,
zur Kreuzigung meiner Pläne und Versprechungen.
 
Versöhnung ist auch nötig mit mir selbst,
mit meinem eigenen Versagen
und der fatalen Ego-Falle,
mit meinen Zweifeln an mir selbst.
Festgefahren in Verhaltensmustern
wage ich keinen neuen Aufbruch,
verlasse nicht eingefahrene Geleise,
springe nicht über den eigenen Schatten.
 
Versöhnung kann gelingen aus der Gewissheit,
dass Gott die Bruchstücke unseres Lebens heil macht.
Er hat uns Erlösung zugesagt –
so wir uns ihm ganz überlassen.
 
Irmela Mies-Suermann, In: Pfarrbriefservice.de