Im Advent 2019 soll in der Pfarrei Piding Maria Geburt der Brauch des  „Frauentragens“ wieder neu belebt werden.

Das Frauentragen („Wandermuttergottes“) ist ein christlicher Adventsbrauch, vor allem im alpenländischen Raum. Eine Marienfigur „wandert“ durch die Pfarrei und wird von einzelnen Familien aufgenommen, im Unterschied zur Herbergssuche, als sich nur in einem Stall Platz für die Heilige Familie fand.

Feste Regeln und Vorschriften zum Frauentragen gibt es nicht. Trotzdem hat sich an dem jahrhundertealten alpenländischen Brauch nur wenig geändert. Etwa seit dem 17. Jahrhundert, so beschrieb es der Brauchtumsforscher Hermann Kirchhoff, wurden Statuen der Gottesmutter (oder auch sogenannte Empfängnistafeln) von Haus zu Haus getragen: „Schon damals wurde der Zug an der Haustüre begrüßt, und die Tafel oder Statue an einen geschmückten Platz im Haus gestellt. Nach einer Hausandacht wurde ausgiebig gegessen und getrunken, danach nicht selten getanzt.“

Die vorweihnachtliche Zeit steht im Zeichen des Weges, des Aufbruchs und des Wanderns: Maria und Josef sind unterwegs nach Betlehem, die Hirten suchen das Kind ... Gott und Mensch sind unterwegs zueinander.

In der Zeit vom 01. bis 22. Dezember gibt es auch in der Pfarrei Piding Maria Geburt die Möglichkeit, der schwangeren Maria für einen Tag eine Bleibe in der eigenen Wohnung zu geben.

Helga und Stefan Gruber haben dafür vor einigen Jahren einen hölzernen Schrein mit der schwangeren Maria und Josef auf Wanderschaft gestaltet, der sich heuer wieder auf seine Reise durch die Pfarrei machen soll. Aussendung und Heimkehr des Heiligen Paares sind jeweils in der Pfarrkirche.

Das Bildwerk wird in der Adventszeit von Familie zu Familie weitergegeben und verbleibt jeweils einen Tag, auch länger, wenn sich nicht für jeden Tag eine neue Bleibe gefunden hat. Abends wird sie von der Gastfamilie zur nächsten „Herberge“ gebracht.

Schön ist es, mit den Überbringern eine kleine Hausandacht zu feiern – die Pfarrei bietet hier Gestaltungshilfen an – und hinterher noch gemütlich zusammen zu sitzen. Es steht aber jeder Gastfamilie völlig frei, ob und wie sie eine solche Übergabe gestalten möchte! Es gibt kein „Muss“!

Wenn Sie Maria und Josef im Advent zu sich heimholen möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Sie bekommen dann den Link zu einer Terminliste geschickt, in die Sie sich eintragen können. Alternativ ist ein Eintrag übers Pfarrbüro Piding möglich, zu den Bürozeiten entweder persönlich oder telefonisch unter 25 32.

 

Ablauf:

Der Ihnen per E-Mail zugeschickte Link führt während des gesamten Frauentragens zur jeweils aktuellsten Version der Terminliste. Somit kann jederzeit nachgelesen werden, wem Sie das Heilige Paar überbringen dürfen oder wer Ihnen selbst den Schrein bringen wird. Teilnehmer ohne Internet wenden sich bitte ans Pfarrbüro Piding, Tel. 25 32.

Für die Übergabe wird am besten ein Termin vereinbart, um entspannt etwas Zeit zu haben für eine kurze Andacht oder ein gemütliches Miteinander. Gerne können Sie auch Nachbarn oder Freunde dazu einladen!

In diesem Heftchen finden Sie verschiedene Hausandachten und Texte zur Auswahl, diese sind aber nur ein Vorschlag! Gerne können Sie den Ablauf ändern oder eigene Gebete verwenden, die Ihnen oder Ihren Kindern vertraut sind. Gleiches gilt natürlich für die Liedauswahl. Die Übergabe gestalten Sie ganz nach Ihren eigenen Wünschen und Vorlieben!

Bei Schwierigkeiten oder Rückfragen melden Sie sich bitte zu den Bürozeiten im Pfarrbüro Piding, Tel. 25 32

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