Beispiel Südsudan: Der seit Jahren tobende Bürgerkrieg im Südsudan und seine Folgen für die Bevölkerung schaffen es nur selten in die deutsche Öffentlichkeit. Doch der Krieg hat sich mittlerweile zu einer der weltweit größten humanitären Krisen entwickelt: Über 1,6 Millionen Menschen sind Vertriebene im eigenen Land – jeder dritte Südsudanese und jede dritte Südsudanesin ist also „binnenvertrieben“.

Ein ganzes Land ist auf der Flucht: Von den zwölf Millionen Einwohnern des Südsudans sind schätzungsweise drei Millionen geflohen. 7,5 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Viele Flüchtlinge und Binnenvertriebene suchen in großen Vertriebenenlagern Schutz. Doch hier leben sie beengt, Seite an Seite mit Tausenden, die ihr Schicksal teilen. Wenn sie sich mit Covid-19 infizieren, können sie kaum mit Hilfe rechnen. Denn Intensivbetten oder gar Beatmungsgeräte gibt es so gut wie keine im Land. Die unzuverlässige Stromversorgung würde eine solche Behandlung ohnehin unmöglich machen. Es ist daher oberstes Gebot, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Doch damit werden auch die letzten Einkommensmöglichkeiten der Menschen – meistens der Verkauf von kleineren Waren oder Dienstleistungen – unterbunden. Bereits bestehende Hilfen wie die Verteilung von Nahrungsmitteln oder medizinische Versorgung werden damit umso wichtiger.

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