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Prozessionsweg an Fronleichnam sorgt für rege Diskussion - Erste Sitzung des neugewählten Pfarrgemeinderats in Anger

Am 26. April 2018 versammelte sich der Angerer Pfarrgemeinderat zu seiner ersten Arbeitssitzung. Vorsitzender Josef Koch begrüßte das fast vollständig anwesende Gremium, darunter Pfarrer Anghel, Diakon Walter und Gemeindereferentin Marianne Aicher. Als Gast von der Kirchenverwaltung war Hans Schmid erschienen.

Nach dem geistlichen Wort von Pfarrer Anghel hielt man einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse in der Fasten- und Osterzeit. Eine Gruppenarbeit zum Thema „Welche Ziele für unser Wirken in den nächsten vier Jahren setzen wir uns?“ folgte. Es wurden Anregungen und Vorschläge (für Angebote an Familien und Kinder, Betreuung nach der Erstkommunion, Senioren, „Eine-Welt-Kreis“, Menschen mit Behinderung, Asylsuchende, Umwelt, Erwachsenenbildung und Gottesdienste im Freien) gesammelt. Der Tagesordnungspunkt „Sachausschüsse bilden“ wurde aus Zeitgründen auf eine separate Sitzung verschoben.
Der Monat Mai wird von vielen kirchlichen Festen geprägt. Zur besseren Übersicht gibt es ein Faltblatt, das an allen Kircheneingängen des Pfarrverbands Anger-Aufham-Piding aufliegt und kostenlos mitgenommen werden kann. Nahezu 30 Maiandachten und Mariengottesdienste finden in den Pfarrverbandskirchen und den zahlreichen Kapellen mit verschiedenen heimischen Musik- und Gesangsgruppen statt.
Ein schwieriger Part der Sitzung war die Planung des Fronleichnamsfestes in Anger. Von vielen wurde der bereits mehrmals durchgeführte „kurze“ Prozessionsweg über Holzhausen bevorzugt. Dieser wurde vor einigen Jahren aufgrund der Kirchenrenovierung in Höglwörth als Alternative ins Leben gerufen. Tradtionsgemäß aber war der Prozessionsweg in den letzten Jahrzehnten immer der Fußmarsch von Anger nach Höglwörth und wieder zurück mit dem feierlichen Abschluß in der Pfarrkirche Anger. Gemischtes Echo fand die letztjährige Variante mit dem Ende der Prozession und dem Schlußsegen in Höglwörth. Für 2018 erhofften sich viele wieder die „Holzhauser“-Lösung. Allerdings haben frühzeitig die Höglwörther mit den Vorbereitungen begonnen.
Letztendlich einigte man sich – nach längerem Für und Wider – für folgenden Festverlauf am Fronleichnamstag: Festgottesdienst in der Pfarrkirche Anger, dann Prozession zum ersten Altar an der Lindenkapelle, zweiter Altar in Höglwörth, dritter Altar an der Hochkreuzkapelle und schließlich vierter Altar an der Mariensäule am Dorfplatz in Anger. Dort wird auch der Schlußsegen und der offizielle Abschluß der Prozession sein. Der Altardienst, die Bergschützenkapelle Anger und alle Fahnenabordnungen begleiten das Allerheiligste zurück in die Pfarrkirche. An alle ergeht die Bitte, nicht nur die einzelnen Prozessionsstationen zu besuchen, sondern den Weg – soweit gesundheitlich möglich – ganz mitzugehen. „Wir gehören zu den wenigen in Deutschland, die dieses Hochfest als besonderen Feiertag begehen dürfen. Darum müssen wir auch alles daran setzen, dies würdig zu tun. Dazu gehört das „mitgehen“ mit dem Herrn“ so Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Koch. „Nur ein kurzer Besuch als Zwischenstop an einem der Altäre ist nicht Sinn dieses Festes.“ Außerdem wurde in der Runde hervorgehoben, daß das Fronleichnamsfest Vorrang vor jeglichen weltlichen Veranstaltungen haben sollte. Der Abschluß an der Mariensäule solle als einmaliger Kompromiß für anschließende Veranstaltungen verstanden werden. Für die nächsten Jahre ist abwechselnd der Weg nach Holzhausen und nach Höglwörth geplant. Dafür ist allerdings noch die Absprache mit Aufham und Piding notwendig. Weitere Termine konnten außerdem noch bekanntgegeben werden: Die Fußwallfahrt von Anger nach Maria Kunterweg findet am Sonntag, den 10.Juni statt; die gemeinsame Almmesse von Anger, Aufham und Piding ist am Sonntag, den 23.September um 10.30 Uhr auf der Steiner Alm. Die Sitzung endete nach dem Schlußsegen durch Pfarrer Ionel Anghel gegen 22.15 Uhr.