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Aufham

Pfarrkirche - St. Jakobus

1158 Aufham erstmals urkundlich als Gut, Zollstätte und Gerichtssitz der Staufenecker erwähnt, früherer Name Aufheim oder auch Uffheim. (nach Hunklinger: „Heim des Uffo“) 1312 erste Erwähnung einer Kirche in Aufheim, welche als romanischer Saalbau mit Halbrundapsis und Westturm mit einer Glocke beschrieben ist. (Genaue Erbauungszeit nicht bekannt). Am 22.Januar 1312 weiht Bischof Wernher von Lavant die Kirche zusammen mit den Kirchen zu Höglwörth, Ellanburgkirchen, Mauthausen u. Piding, nachdem die Kirchen vermutl. durch bayerische Kriegsverbände geschändet wurden.

1323 erneute Weihe durch Bischof Ulrich von Chiemsee, nachdem diese 5 Kirchen und zudem die Kirchen in Steinhögl und Johannishögl von durchziehenden Soldaten verwüstet und geplündert wurden.

1447 Weitere Weihe d. Bischof Bernhard vom Chiemsee. Evtl. auch Glockenweihe
1470 Um‐ oder Neubau durch Meister Christian Inzinger aus Aufheim, gotischer Bau mit romanischen Fundamenten.

1500 Ein großer Ablassbrief, unterschrieben von 24 Kardinälen, weist wieder auf eine Weihe hin. (evtl. wurde damals die Kirche dem hl. Jakobus geweiht) 1612 Bau des Eingangsportals durch den Pfleger von Staufeneck Longinus Walter von Walterswill. (der Sakristeianbau erfolgte vermutl. im 16. Jahrh.)
1618 Ornamentale Ausmalung aufgrund einer Stiftung der Sidonia Copeindl, Pflegsverwaltersgattin von Staufeneck (siehe Bild Altarraum)
1724 Neuer Hochaltar v. Bildhauer Johann Schwieger aus Reichenhall. Der Altaraufbau von Tobias Schuster, die Fassung von Anton Elsässer, beide aus Teisendorf. Figuren: hl. Jakobus d. Ä., hl. Christophorus u. hl. Sebastian. Relief oben: Johannes v. Nepomuk.

1817 Filialkirche der Pfarrei Anger, nach Säkularisation des Stifts Höglwörth. 1920 Erhebung zur Expositur und Installierung des 1. Seelsorgers Matthäus Stockklausner. Nutzung der Umfriedungsfläche als Friedhof.

1924 Bau eines Pfarrhofes.
1930 Erweiterung durch Anbau und Neugestaltung des Innenraums.
1965 Erhebung zur Kuratie, anschließende Friedhofserweiterung.
1995 Erhebung zur Pfarrei und Gründung e. Pfarrverbandes mit der Pfarrei Anger.