Am 2. Adventssonntag waren alle Pidinger Firmlinge mit ihren Familien und Paten in die Pfarrkirche eingeladen zum sog. „Auftaktgottesdienst“ zur Firmvorbereitung.

Dicht gedrängt saßen die über 50 Jugendlichen in den vordersten Bänken, die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pfarrer Ionel Anghel und Diakon Peter Walter mit zahlreichen Ministranten ins Gotteshaus einzogen. Die musikalische Gestaltung hatte der Chor „MundArt“ aus Saaldorf/Surheim übernommen. Mit ihren schönen Gesängen unterstrichen sie den feierlichen Anlass.

Pfarrer Anghel begrüßte alle Gläubigen und besonders die Firmlinge, bevor nach der Lesung aus dem Buch Baruch („Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht!“) Diakon Walter das Evangelium nach Lukas verkündete: „Bereitet den Weg des Herrn! ... Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen!“

In seiner Predigt sprach Pfarrer Anghel zunächst darüber, dass heute so viele Leute in den Gottesdienst gekommen seien, alle Generationen seien vertreten, er würde sich wünschen, öfters dieses sichtbare Zeichen für die Familie Gottes erleben zu dürfen.

Anschließend erläuterte er, dass die liturgische Farbe im Advent violett ist, genau wie bei Beerdigungen oder in der Fastenzeit. In der Fastenzeit denkt man an das Opfer Jesu, der aus Liebe zu uns Menschen ans Kreuz gegangen ist, auf einer Beerdigung an den Verstorbenen, der in Zukunft fehlen wird – alles Zeiten, die zum tieferen Nachdenken anregen über uns, unser Leben, Gott. Auch im Advent ist das so: Man denkt nach über den, der da an Weihnachten zu uns kommt, wie er zu uns kommt und kann im Blick auf das Kleine Gott anerkennen, der sich auch klein gemacht hat. Advent – Umdenken, Umkehr – einmal stehen bleiben, reflektieren, nachdenken, ob das eigenen Leben in die richtige Richtung geht. Dann wurde der Bogen zur Firmvorbereitung gespannt: Die Firmlinge müssen lernen, das Wort Gottes auf sich zu beziehen. Das schöne Gewand, das man zur Firmung anlegt, ist nur eine Äußerlichkeit. Auch das Innere muss glänzen und dieser innere Glanz kommt aus dem Herzen. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, all das bedeutet, den Schmuck der Herrlichkeit Gottes anzuziehen, wie es in der Lesung vorgetragen worden war.

Die 12 Firmhelfer der Pfarrei sind Steffi Aschauer, Barbara Enzinger, Katrin Flatscher, Carolin Geiger, Christine Hinterseer, Peter Kleinert, Martina Maltan, Michaela Menges, Anne Pipietz, Birgit Richter, Karin Schlagberger und Judith Stöberl. Sie wurden nach vorne gerufen und stellten ihre jeweiligen Firmgruppen vor. Dann empfingen alle den Einzelsegen.

Auch in den Fürbitten wurde auf die Firmung eingegangen und besonders für die Firmbegleiter, Familien und Paten gebetet, die die Fimlinge in den kommenden Monaten begleiten werden, sowie für die Firmlinge selbst, dass sie in ihren Firmgruppen eine starke Gemeinschaft erleben dürfen und niemand an den Rand gedrängt wird.

Zur Kommunion gab Pfarrer Anghel den Firmlingen mit auf den Weg, dass der Herr sich nun in ihre Hände gebe und damit sein größtes Vertrauen schenke.

Am Ende des Gottesdienstes wurde die ganze Pfarrgemeinde in die Firmvorbereitung eingebunden: Es lagen Zettel auf mit einem Segensgebet und jeweils dem Namen eines  Firmlings. Wer einen solchen Zettel mitnahm, wurde gebeten, den jeweiligen Jugendlichen bis zur Firmung im Gebet zu begleiten.

Bericht: Judith Stöberl

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