„Wer eucharistiefremd ist, der hat kaum Bezug zu dem was da vorne abläuft und es wird einem schnell langweilig“ mit dieser Betrachtung eröffnete Diakon Peter Walter am Sonntag den kommentierten Gottesdienst für die Firmlinge. Zu diesem besonderen Sonntagsgottesdienst in Anger und Piding waren vor allem die Firmlinge aus den Pfarreien Anger, Aufham und Piding eingeladen. Die einzelnen Bestandteile und Abläufe eines Gottesdienstes zu kommentieren und genauer zu erläutern, das was aber auch eine interessante Variante für die anderen Gläubigen und die sonntägliche Feier um Christi Leben, Sterben und seine Auferstehung wurde anschaulich betrachtet.
Peter Walter kam vor Beginn der Messfeier auf die Vorbereitungen zu sprechen und bat um rege Beteiligung am Gottesdienst. Dazu zitierte er den Heiligen Augustinus: „Wer singt betet zweimal“ und motivierte die Zuhörer zum Mitsingen und Mitbeten. „Zur Begrüßung gehört ein Kreuzzeichen, es ist das Erkennungszeichen von uns Christen“ führte der Diakon weiter aus. Im Kyrie wird um Verzeihung für Fehler gebetet. „Zur Römerzeit war der Ausdruck „Kyrie“ ein Gruß an den Kaiser in dem um Erbarmen gebeten wurde. Das haben die Christen so übernommen“ erklärte Peter Walter einen weiteren Abschnitt des Gottesdienstes. Im anschließenden „Gloria“ wird mit dem „Ehre sei Gott in der Höhe“ ein Lobpreis ausgesprochen. „Nach dem Tagesgebet kommt die Lesung. Diese kann uns stärken oder herausfordern“ führte der Diakon weiter aus. Pfarrer Ionel Anghel übernahm dann den nächsten Abschnitt der Erklärungen. „Es folgt das Evangelium, das bedeutet übersetzt gute Nachricht oder frohe Botschaft“ erklärte der Seelsorger bevor Peter Walter das Tagesevangelium verlas. „Nun folgt eigentlich die Predigt, die aber heute aufgrund der Kommentare während der Messe entfällt“ fügte Pfarrer Anghel an und leitete zum Glaubensbekenntnis und zu den Fürbitten über. „Im Glaubensbekenntnis ist das Wichtigste aus Jesu Leben zusammengefasst“, war die nächste Erläuterung. Mit der anschließenden Kollekte wurde an jene Gottesdienste erinnert, die die ersten Christen gefeiert haben. Denn damals wurde zu den Messfeiern immer Essen mitgebracht, um mit den armen Mitmenschen zu teilen. Heutzutage wird ein Teil der Kollekte weitergeleitet und kommt verschiedensten Aktionen zugute, ein Teil bleibt in der Pfarrei. Das Geld wird unter anderem für die Kirchenreinigung, für Blumenschmuck oder für die Anschaffung liturgischer Gegenstände verwendet. Mit der Eucharistiefeier beginnt ein neuer Teil der Messe. „Eucharistie bedeutet Mahl und Opfer zugleich. Jesus hat Mahl gehalten und wurde Opfer, weil er wusste dass er sein Leben für die Menschen hingeben würde“, so die nächste Erklärung. Wein und Wasser werden vor der Wandlung vermischt. Dieses Ritual steht für zwei Bedeutungen: Wein und Wasser sollen an das durchbohrte Herz Jesu erinnern, aus dem Blut und Wasser geflossen sind. Diese Handlung ist aber auch Zeichen für das Eins werden von Gottheit und Menschheit. Das „Vater unser“ wurde als ein Tischgebet für die Kommunion bezeichnet. Danach betete Pfarrer Ionel Anghel um den Frieden und brach dann die Hostie, diese stellt ein Symbol für Jesu Tod dar. Nach der Kommunion folgte ein abschließendes Lied, bevor der Priester den Segen spendete. „Segen bedeutet auch Stärkung“, waren die abschließenden motivierenden Worte nach einem sehr anschaulichen und nachhaltigen Sonntagsgottesdienst.

Bericht: Maria Horn

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