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Nachruf auf Stephan Hogger, ehemaliger Kirchenpfleger in Piding

Mit dem „Steff“ geht ein Gesicht Pidings - Stephan Hogger im Alter von 78 Jahren verstorben - Große Anteilnahme in der Gemeinde

Mit Stephan Hogger verstarb einer, den Alois Aigner, Vorsitzender des Pidinger Pfarrgemeinderates als der Tischtennis-Abteilung des ASV Piding, in einem Satz bereits im Kern beschreibt: „Stephan Hogger war in unserer weltlichen und kirchlichen Gemeinde ein Mann, auf den man bauen konnte“. Am 11. November 2016 verstarb Stephan Hogger im Alter von 78 Jahren. Piding, sein Geburtsort, verliert mit ihm ein Gesicht der Gemeinde, ohne das das gesellschaftliche Leben im Ort kaum vorstellbar ist. Er hinterlässt seine beiden Töchter Erni und Elisabeth mit ihren Familien. Stephan Hoggers Frau Erna verstarb bereits 2006, ihr Grab besuchte er solange es ging täglich, um dort eine Kerze anzuzünden. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der Verstorbene jetzt zu Grabe getragen.

 

Stephan Hogger engagierte sich stets in mehreren Vereinen und Institutionen. Von 1971 bis 1982 gehörte er dem Pfarrgemeinderat an, ab 1974 sogar als dessen Vorsitzender. Von 1980 bis 2000 wirkte er als Kirchenpfleger. In diese Zeit fielen die Renovierungen der Pfarrkirche Piding sowie der Filialkirchen in Mauthausen und am Johannishögl. Hogger begleitete die 100-Jahr-Feier der Pfarrei-Erhebung und die Primiz von Thomas Frauenlob 1993, zudem war er zwölf Jahre Dekanatsrat. Hogger kümmerte sich nicht nur mit viel Empathie um die Organisation zur Ausführung der Arbeiten, sondern trug stets mit vollem Einsatz zum Gelingen der freiwilligen Einsätze bei. Die wichtigen Ereignisse der Pfarrei Piding betreute er sowohl als aktiver Vertreter eines Gremiums als auch später, als er nicht mehr Kirchenpfleger war. Für die Fronleichnamsprozession schmückte Stephan Hogger die Kapelle in der Untersbergstraße. Die Pfarrei verliert mit ihm einen Angehörigen in Vorbildfunktion. Im Namen der Pfarrei bedankte sich Alois Aigner bei der Beerdigung am Gemeindefriedhof für Stephan Hoggers Wirken.

Stephan Hogger war 1954 Gründungsmitglied des ASV Piding und 20 Jahre später der Tischtennis-Abteilung. Alle schon etwas älteren Zelluloidcracks aus der Region erinnern sich gern an den unbeschreiblichen Kampfgeist Hoggers an der grünen Platte. „Er war immer bereit, wenn wir ihn zu den Punktspielen gebraucht haben“, sagt Alois Aigner. Bei den Fußballern der Violetten fieberte er oft am Seitenrand als Zuschauer mit. Die Vorstandschaft des ASV bedankte sich bei Stephan Hogger für seinen unermüdlichen Einsatz und seinen Familienangehörigen, wenn er wieder einmal aufgrund des Trainings oder eines Punktspiels nicht zu Hause war.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Piding fungierte Stephan Hogger zwischen 1975 und 1998 viele Stunden als Schiedsrichter bei den Leistungsprüfungen der Florianijünger. Sein Wissen und seine Erfahrung gab er stets gerne weiter. Von 1956 bis 1998 war er aktives Mitglied, also über 40 Jahre, von 1964 bis 1994 bekleidete er das Amt des Kassiers. 1999 erhielt Hogger die Ehrenmitgliedschaft. 55 Jahre lang war er im Trachtenverein D‘Staufenecker Piding und dabei aktiver Trachtenträger, darüber hinaus Mitglied in verschiedenen Vereinen wie dem VdK, der Krieger- und Soldatenkameradschaft, dem Reiterverein oder dem Obst- und Gartenbauverein. Bei gutem Wetter fand Stephan Hogger trotz seiner zahlreichen Tätigkeiten Zeit, um auf seiner Hausbank zu sitzen, für Freunde, Nachbarn und Bekannte war dort ebenfalls immer ein Platzerl für einen Einkehrschwung frei. Gern ging er zu seinem Stammtisch im „Altwirt“ oder im „Café und...“. Im Dorf war Hogger meist mit dem Fahrrad anzutreffen.

Der Trauergottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche – viele Pidinger wohnten dem Gottesdienst vor der Kirche bei – wurde von Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob, Pfarrer Thaddäus Rusznak und Diakon Schmidt feierlich gestaltet. Pfarrer Rusznak war ein Freund und Bekannter von Stephan Hogger und ist vielen Pidingern als Urlaubsvertretung von Pfarrer Konrad Mühlbauer in Erinnerung. Er kam extra aus Breslau in Polen, um Abschied zu nehmen.

Bürgermeister Hannes Holzner blickte auf das bewegte Leben Stephan Hoggers zurück, der von 1978 bis 2002 sowie von 2006 bis 2014 das Amt eines Gemeinderates bekleidete. Im Januar 2017 hätte er seine 40-jährige Mitgliedschaft im CSU-Ortsverband Piding gefeiert. Lange Zeit wirkte er als Vorstand und noch bis 2015 als Kassenprüfer. Viele Jahre gehörte er dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Bau- und Umweltausschuss an. Außerdem vertrat er die Gemeinde Piding im Schulverband Piding-Anger und im Abwasserzweckverband Saalachtal. Von 1978 bis 2002 engagierte sich Stephan Hogger als Referent der Bereiche Feuerwehr, Katastrophen- und Umweltschutz, darüber hinaus war er Initiator der Aktion „Tag der sauberen Landschaft“. Im Rahmen diverser Aktionen war er stets ein zuverlässiger Unterstützer und Helfer, lobte Holzner, der die Nachricht vom Tode Stephan Hoggers „tief betroffen“ entgegennahm.

28 Jahre lang war Stephan Hogger Personalrat in der Klinik für Berufskrankheiten in Bad Reichenhall, davon 24 Jahre Gesamtpersonalrat der BG Keramik und Glas. Zu Beginn seines Berufslebens absolvierte er eine Schneider-Lehre. Bürgermeister Holzner: „Stefan Hogger blickte auf ein arbeitsreiches Leben zurück musste mehrfach miterleben, was das Leben an Höhen und Tiefen mit sich bringt. Trotzdem hat er sich sein Leben lang für die Belange seiner Mitmenschen eingesetzt und dies in ganz unterschiedlicher Art und Weise. Für ihn war klar, dass ohne finanzielle Mittel die beste Absicht und Arbeit in den Vereinen nicht funktionieren würde. Aus diesem Grund hat er wie kein anderer in der Gemeinde die wichtige und leider oft auch undankbare Aufgabe übernommen, über Jahrzehnte hinweg Geld- und Sachspenden für Bedürftige und Vereine zu sammeln. Obwohl es ihm in den letzten Monaten gesundheitlich nicht mehr so gut ging, hat er bis kurz vor seinem Tod für den VDK bei der Jahressammlung 2016 sein Gebiet abgearbeitet.“

Durch das Spenden-Sammeln anlässlich der verschiedenen Feste mit einem alten roten Feuerlöscher zugunsten der Behindertenwerkstatt Piding wurde Stephan Hogger unvergesslich. „Der Stefan ist seinen Weg gegangen. Er war ein Mensch mit Ecken und Kanten und hat seine Meinung vertreten, selbst wenn es mal nicht so gut ankam. Er hat angepackt und gemacht, nicht nur geredet“, lobte Holzner in seiner Trauerrede. Im Namen aller Institutionen und Vereine, die der Trauerfeier beiwohnten, bedankte sich der Bürgermeister bei Stephan Hogger für sein Wirken und sein Engagement zum Wohle der Menschen und des dörflichen Lebens. „Du bist ein großes Vorbild für uns alle. Vielen Dank Steff, wir werden Dir stets ein ehrendes Gedenken bewahren“.

Von Hans-Joachim Bittner

 

 

 

 

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Ergebnisse KV-Wahl Piding

Das Ergebnis der Wahl der Kath. Kirchengemeinde Maria Geburt Piding vom 17./18. November 2012 für die Wahlperiode 2013 / 2018 ist vorläufig folgendes:

Gewählt sind:

als Kirchenverwaltungsmitglieder:

Gruber Josef mit 156 Stimmen, Berger Alois mit 146 Stimmen, Utz Johann mit 140 Stimmen, Edfelder Anton mit 127 Stimmen, Eder Irmgard mit 112 Stimmen, Amberg Brigitte mit 110 Stimmen

als Ersatzleute:

Friebel Thomas mit 99 Stimmen und Dietlinger Stefan mit 93 Stimmen

Gegen die Wahl kann von jedem Wahlberechtigten innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses beim Pfarramt Einspruch erhoben werden. Über den Einspruch entscheidet der Wahlausschuss. Beschwerde gegen seine Entscheidung kann binnen einer Woche nach Bekanntgabe beim Pfarramt eingelegt werden. Über die Beschwerde entscheidet das Erzb. Ordinariat.

Piding, 18. November 2012