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StaadeZEIT - Impulse im Advent

Eine stimmungsvolle Adventsandacht konnten Gläubige am 2.12. in der Pfarrkirche Piding Maria Geburt erleben: Der Arbeitskreis Liturgie des Pfarrgemeinderates hatte zu einer adventlichen halben Stunde eingeladen.
„Staade ZEIT“, so war die Andacht überschrieben.
Mesnerin Ulli Traxl hatte im nur von Kerzenlicht erhellten Gotteshaus eine seelenvolle Atmosphäre geschaffen, und so herrschte friedliche, einladende Stille, als Karl Wimberger die Andacht mit einem Kreuzzeichen begann und ruhige Worte zum Einstieg fand: „Laut is worn, de staade Zeit“, ein Gedicht von Rosmarie Heindl.
Zusammen mit seinem Team Elke Dreser, Hildegard Schütz-Popp, Judith Stöberl und Ulli Traxl hatte Wimberger adventliche und hoffnungsvolle Texte und Gebete zusammengetragen, die die Gläubigen mit hineinnahmen in diesen neuen, diesen besonderen Advent, den wir dieses Jahr haben werden.
Psalm 91 – „Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen ... mein Gott, auf den ich vertraue ...“ – wurde im Wechsel vorgebetet.
Die Texte wechselten sich ab mit berührenden Instrumentalstücken, die Christian und Katharina Stöberl mit Klarinetten bzw. Ziach vortrugen, auch folgten immer wieder Momente der Stille, um Worte, Musik und Stimmung in sich nachwirken zu lassen.
„Hingehört“, ein Text nach Iris Macke aus dem „Anderen Advent“ hatte die Adventsgeräusche zum Thema: „Advent klingt anders“. Alltagsgeräusche wie zufallende Autotüren oder das Klicken der Computertastatur machten ein Leben unverwechselbar und hörten auch im Advent nicht auf. Doch solle man im Advent auch auf die Klänge hören, die das Leben im Advent anders machten: Walnussknacken beispielsweise oder das Reißen des Streichholzes an der Schachtel, wenn Kerzen angezündet werden. Wenn man hinhöre, habe der Advent seine ganz eigene Symphonie.
Das Fürbittgebet erfolgte in freier Form – die Gläubigen waren eingeladen, ihre Bitten spontan formuliert laut vor Gott zu bringen – oder auch ganz leise, im Herzen.
Ein Weihnachtsgedicht, das gemeinsam gebetete Vaterunser und ein kurzer Text über die Hoffnung rundeten die Andacht ab, bevor im Segensgebet erneut auf das besondere Jahr und einen ruhigeren Advent als früher Bezug genommen wurde: Aus (zu) vielen Stunden des Alleinseins, Ruhe, die vielleicht schon nervt, entsteht die Bitte an Gott, dass wir diese Stille nicht als bedrohlich wahrnehmen, sondern dass wir darin Kraftquellen entdecken und dass neue Lebendigkeit wächst.