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St. Martin in Piding

Zur Feier des Hl. Martin waren alle Kinder mit ihren Familien am 11. November um 17.00 Uhr in die Pfarrkirche Piding eingeladen. Karl Wimberger hatte eine kindgerechte, kurzweilige Andacht vorbereitet und das „gerechte Teilen“ in den Mittelpunkt gestellt, das der Hl. Martin so eindrucksvoll gezeigt hatte. Katharina und Christian Stöberl begleiteten mit ihren Klarinetten den Gesang der Kinder. Die Bankreihen waren bis ganz nach hinten voll besetzt, und in der halbdunklen, vom Kerzenschein erleuchteten Kirche strahlten schon die ersten Laternen, als die Kinder aufmerksam einem modernen Martinsspiel folgten, das die Grundschullehrerin Katharina Kaiser mit Kindern der 4. Klasse einstudiert hatte: Ein Mädchen weigert sich in ihrer Familie, mit den anderen zu teilen, und lernt am nächsten Tag in der Schule anhand ihrer vergessenen Brotzeit, wie schön es doch ist, wenn mit einem geteilt wird.

Schüler der 3. Klasse trugen die Fürbitten vor und das gemeinsam gebetete VaterUnser und die Segensbitte rundeten die kurze Andacht ab. Dann strömten alle erwartungsvoll auf den Petersplatz hinaus, wo schon der Hl. Martin auf seinem weißen Pferd wartete, prächtig gekleidet und flankiert von Jugendlichen aus der Pfarrei, die brennende Fackeln in den Händen hielten. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung, viele Laternen leuchteten in der Dunkelheit und bildeten, abgesehen von dem Spaß, den die Kinder mit ihren Lichtern hatten, eine schöne Ergänzung zur Martinsandacht, deren Schlusslied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ damit so bildhaft umgesetzt wurde. Unterwegs wurde eine Pause eingelegt, um ein Laternenlied zu singen, bevor der Martinszug am Pfarrheim in der Thomastraße endete. Dort hatten fleißige Helfer aus dem Pfarrgemeinderat schon warme Getränke und Lebkuchen für alle vorbereitet, so dass das Martinsfest bei fröhlicher Unterhaltung gemächlich ausklang.