Sie erinnern sich bestimmt an das erschütternde Ereignis in unserer Gemeinde in Piding kurz vor Weihnachten: Ein Wohnhausbrand - ein Horrorszenario! Der Brand geschah bei Familie Febres, die Mitglied unserer Pfarrei in Piding ist. Sie hatten im vergangenen Jahr die Firmgottesdienste in der Pfarrkirche musikalisch begleitet. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere der dabei war noch an die schwungvollen Lieder die sie sangen.
Nach dem schlimmen Brand in ihrem Haus fand die Familie für ein paar Tage Unterschlupf zum Übernachten im Styles-Hotel. Bei uns im Pfarrheim waren sie unter tags untergebracht und konnten eine kleine Bescherung abhalten und sich auf Weihnachten besinnen.

Im folgenden geben wir auf unsere Homepage einen Brief der Familie Febres weiter, mit dem Dank für und die Bitte um Hilfe.

Pfr. Anghel

 

 

Brand im Haus der Familie Febres Landauro mit 8 Kindern

Das Antlitz Gottes erstrahlt durch die Nächstenliebe in unseren Herzen. So tragisch und bedauerlich der Brand im EG unseres Hauses gewesen sein mag, sind wir dennoch vor Dankbarkeit kaum zum Bedauern gekommen.
Am 23. Dezember früh morgens gegen 6.20 Uhr verließen wir mit unseren 8 Kindern das Haus, um einen Werktagsgottesdienst in Freilassing zu besuchen. Als wir um 7.10 Uhr nach Hause zurückkehrten, stand ein Teil des EGs in Flammen und die Feuerwehr war bereits vor Ort.
Um 7.30 Uhr, bereits wenige Minuten nach Ankunft der Feuerwehr, waren Nachbarn, Bürgermeister Hannes Holzner und Gemeindepfarrer Ionel Anghel unterstützend an unserer Seite. Wir waren nie allein. Ohne zu zögern überreichte uns Pfarrer Anghel den Schlüssel zum Pfarrheim, in dem wir uns bis auf weiteres aufhalten konnten und in möglichst heimeliger Atmosphäre an Heiligabend und den folgenden Feiertagen Weihnachten feierten. Bürgermeister Holzner hat uns sofort Hotelzimmer vermittelt, die unser neues vorübergehendes „Ersatzzuhause“ wurden. Die Gemeinde Piding übernahm die Hotelkosten bis einschließlich 28.12.21, worüber wir sehr überrascht waren und gleichzeitig sehr dankbar sind. So war unser Weihnachtsfest gerettet.
In den letzten Tagen nach dem 23.12. sind wir immer wieder Zeugen der lebendigen Güte Gottes in den Herzen unserer Mitmenschen geworden. Unbekannte haben uns auf der Straße Geldumschläge in die Hände gedrückt, mit den Worten: „Ihr seid die Brandopfer. Können wir Euch irgendwie helfen?“ oder „Ihr seid die Familie, wo es im Haus gebrannt hat. Gebt Bescheid, wenn wir etwas für Euch tun können!“ Andere haben uns einfach Weihnachtsplätzchen und Weihnachtsgebäck gebracht oder ihre Gebete zugesichert. Bei jedem einzelnen Geschenk, egal ob groß oder klein, leuchtete die Liebe Gottes in den Augen unseres Gegenübers. Das war so eine unglaublich schöne Erfahrung, zu sehen, dass das Schicksal einer fremden Familie der Öffentlichkeit nicht egal war. Hätten wir nur gewusst, von welchen großartigen Menschen wir in unmittelbarer Nachbarschaft umgeben sind, hätten wir in den vergangenen Jahren versucht, anders bzw. mehr auf sie zu zugehen. Wir werden niemals wieder einem Menschen in die Augen sehen können, ohne an all jene freundlichen Gesichter zu denken, die uns wortwörtlich durch das Feuer getragen haben. Die Hände dieser Menschen sind für uns die Hände des Herrn in diesen turbulenten Tagen geworden.
Es geht uns gut. Der Herr ist unser Hirte. Nichts hat uns gefehlt und nichts wird uns fehlen. Wir wissen aktuell noch nicht, ob und was die Versicherungen übernehmen werden. Wir bitten um nichts, doch freuen wir uns, wenn ihr Euch am Wiederaufbau unseres Hauses und unserer Zukunft beteiligen wollt.
Gib bitte nur, wenn Dich Dein Herz dazu bewegt:

Janine Febres Landauro,
IBAN: DE83 7105 0000 0020 3002 73,
BIC: BYLADEM1BGL
Sparkasse Berchtesgadener Land

Wir wünschen Euch allen ein gutes und gesegnetes Neues Jahr!